Konfirmandengabe 2026: Ein Kraftort für junge Menschen

Wo tankst du auf? Bei Musik? In der Natur? Mit Freundinnen und Freunden? In einem stillen Moment? Die Konfirmandengabe 2026 führt uns an einen solchen Kraftort – nach Berekfürdö in Ungarn.
Wo tankst du auf? Bei Musik? In der Natur? Mit Freundinnen und Freunden? In einem stillen Moment? Die Konfirmandengabe 2026 führt uns an einen solchen Kraftort – nach Berekfürdö in Ungarn. Dort gehört das Jugendhaus zum «Haus der Versöhnung» der reformierten Kirche. Seit 1947 ist es ein Ort, an dem junge Menschen, Familien und Menschen mit Beeinträchtigung Gemeinschaft erleben, neue Perspektiven gewinnen und zur Ruhe kommen können. Viele Gäste beschreiben ihren Aufenthalt mit einfachen Worten: Ich bin nicht allein. Ich darf Kraft schöpfen. Mein Leben hat Perspektive. Gerade für Jugendliche kann ein solcher Ort prägend sein. Lager, Begegnungen, Gespräche – und die kleine Kapelle im Haus, in der Stille möglich wird. Ein Raum zum Beten, Durchatmen, Nachdenken. Solidarität, die Zukunft schafft Damit das Jugendhaus weiter bestehen kann, braucht es eine energetische Sanierung. Photovoltaikanlagen und bessere Isolation sollen die Betriebskosten senken und das Haus langfristig sichern. Vor Ort fehlen dafür die finanziellen Mittel. Hier wird Solidarität konkret. Es geht nicht nur um Unterstützung von aussen, sondern um die gemeinsame Verantwortung für einen Ort, der Hoffnung ermöglicht. Nachhaltigkeit und Glaube gehören zusammen: Wer an die Bewahrung der Schöpfung glaubt, übernimmt Verantwortung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen. Mit der Konfirmandengabe unterstützen wir nicht nur ein Gebäude. Wir helfen mit, dass junge Menschen auch in Zukunft einen Ort finden, an dem sie auftanken können. Unterrichtseinheit (45 Minuten) „Kraft tanken – Kraft weitergeben“ Diese kompakte Einheit verbindet persönliche Lebenswelt, Glauben und Solidarität.

  1. Einstieg: Meine Kraftorte (10 Minuten)

Impulsfrage an die Gruppe: Wo tankst du auf? Die Jugendlichen schreiben spontan drei Dinge auf:

  • einen Ort
  • einen Menschen
  • eine Tätigkeit

Kurzer Austausch in Zweiergruppen. Überleitung: Was wäre, wenn es diesen Ort oder diese Person nicht gäbe?

  1. Das Projekt kennenlernen (5 Minuten)

Kurze Vorstellung von Berekfürdö: Ein Jugendhaus, in dem junge Menschen Kraft schöpfen können – und das durch eine nachhaltige Sanierung erhalten bleiben soll. Leitfrage: Warum ist es wichtig, dass solche Orte bestehen bleiben?

  1. Bibelimpuls: Neue Kraft (10 Minuten)

Lesen von Jesaja 40,31: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft…“ Gesprächsimpulse:

  • Was bedeutet „neue Kraft“ für dich?
  • Woher kommt Kraft – nur von uns selbst?
  • Was hat das mit Solidarität zu tun?

Gedanke: Wer Kraft empfängt, kann Kraft weitergeben.

  1. Solidarität konkret (10 Minuten)

Kurzes Gespräch im Plenum:

  • Was bedeutet Solidarität?
  • Hast du sie schon erlebt?
  • Warum ist Nachhaltigkeit eine Form von Solidarität?

Brücke schlagen: Photovoltaik und Isolation helfen, damit ein Kraftort langfristig bestehen kann.

  1. Entscheidung & Engagement (10 Minuten)

Die Gruppe überlegt gemeinsam: Wie möchten wir uns beteiligen? Möglichkeiten:

  • Persönliche Spende aus dem Konfirmationsgeld
  • Kollekte im Gottesdienst
  • Kleine Aktion (z.B. Kuchenverkauf, Sponsorenlauf)
  • Gestaltung einer Karte für das Jugendhaus

Wichtig ist: Die Jugendlichen entscheiden mit. Abschlussrunde: Ein Satz von jeder Person: „Kraft gebe ich weiter, indem …“ Gemeinsam unterwegs Die Konfirmandengabe ist kein Zusatzprojekt neben dem Unterricht. Sie ist gelebte Solidarität. Sie verbindet Glauben, Verantwortung und konkretes Handeln. Seit 1843 unterstützt die Protestantische Solidarität Schweiz Projekte für Kinder und Jugendliche. Mit der Konfirmandengabe 2026 setzen wir gemeinsam ein Zeichen: Kraftorte brauchen Menschen, die sie mittragen. Vielleicht wird dabei auch für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden erfahrbar: Ich bin nicht allein. Und mein Einsatz macht einen Unterschied.